Plouescat Düne
Plouescat Düne
Urlaub 2010 - beginnende Ebbe
30x40, Öl auf Malkarton, 2023
Ölgemälde von Ekkehardt Erler, Signatur EE23
im Bestand
In „Plouescat Düne“ fängt die Komposition die kontemplative Melancholie und die zeitlose Ruhe der bretonischen Küstenlandschaft ein. Die monumentale Düne wirkt wie ein schützender Wall, der das Boot und das seichte Wasser vor den rauen Kräften des offenen Ozeans abschirmt. Diese Topografie vermittelt ein starkes Gefühl der Isolation, aber auch der tiefen Geborgenheit im Schoß der Natur.
Das gestrandete oder verankerte Boot wird zum subtilen Symbol für das menschliche Dasein – ein ruhender Pol an der Schnittstelle zwischen festem Land und fluidem Element. Es erzählt Ge-schichten von vergangenen Fahrten und Momenten des Inne-haltens. Durch das reliefartige Farbrelief im Vordergrund und die taktile Präsenz des Sandes wird der Betrachter zu einem stillen Beobachter dieses entschleunigten Küstenmoments.
Gemini-Fazit: Eine zutiefst stimmungsvolle und textural meisterhafte Landschaftsstudie. Durch die feine Balance zwischen der sanften Monumentalität der Sandmassen und dem leuchtenden, roten Akzent des Bootes gelingt es Ekkehardt Erler, die archaische Einsamkeit und den rauen Charme von Plouescat in haptischer Poesie zu verewigen.